Thorsten Preisegger im Patientengespräch

Sicherheit

Für die komplette Dauer Ihrer ambulanten Operation werden Sie von unseren erfahrenen Fachärzten für Anästhesiologie überwacht. Im extrem seltenen Fall eines ernsten Zwischenfalls sind alle notwendigen Geräte und Medikamente in unseren OP-Räumen vorhanden. Unser OP-Personal wird regelmäßig geschult, so dass es auch in schwierigen Situationen optimal zusammenarbeitet.

Um mögliche Risiken zu erfassen und ein Höchstmaß an Sicherheit für Sie zu erlangen, ist es wichtig, dass Sie uns im persönlichen Vorgespräch alle Fragen vollständig und gewissenhaft beantworten.

Keine Narkose ist ohne Risiko

Jedoch sind lebensbedrohliche Komplikationen wie z.B. Herz-Kreislauf bzw. Atemstillstand, Einatmen von Erbrochenem, Verschluss von Blutgefäßen durch Blutgerinnsel und schwerwiegende Unverträglichkeitsreaktionen äußerst selten, selbst bei gesundheitlichen Vorerkrankungen. Bei Zehntausenden von Eingriffen ereignet sich nur ein schwerer Anästhesiezwischenfall.
Gleiches gilt für die seltenen Fälle von Wachzuständen (Awareness) während einer Vollnarkose.

Allergische Reaktionen und Überempfindlichkeiten

Eine Vielzahl von Medikamenten können allergische Reaktionen und Überempfindlichkeiten auslösen, so auch Narkosemittel, Antibiotika usw. Etwaige Veranlagungen bzw. Vorerkrankungen teilen Sie uns im persönlichen Gespräch bitte mit. Mögliche Reaktionen reichen von milden Reaktionen (Juckreiz, Hautausschlag, Übelkeit) über Atem- und Kreislaufprobleme bis hin zum sehr seltenen lebensbedrohlichen allergischen Schock.

Allgemeine Risiken

Stärkere Blutergüsse, Blutungen sowie Infektionen im Bereich der Infusionskanüle sowie vorübergehende oder bleibende Nervenschäden sind selten.

Schwere Infektionen mit lebensbedrohlicher Blutvergiftung, chronischen Schmerzen oder bleibenden Lähmungen sind extrem selten.

Spezielle Risiken der Narkose

Übelkeit und Erbrechen sind durch die neuen Verfahren seltener geworden. Selten kommt es zu einem krampfartigen Verschluss der Luftwege, der sich in aller Regel beherrschen lässt. Äußerst selten steigt die Körpertemperatur infolge einer massiven Stoffwechselentgleisung extrem an (maligne Hyperthermie). Diese lebensbedrohliche Situation würde eine weitere intensivmedizinische Behandlung notwendig machen.

Die Intubation kann vorübergehend Schluckbeschwerden und Heiserkeit verursachen. Sehr selten sind Verletzungen im Bereich von Rachen, Kehlkopf und Luftröhre sowie Stimmbandschädigungen mit bleibenden Stimmstörungen (Heiserkeit) und Atemnot.

Zahnschäden sind insbesondere bei lockeren Zähnen möglich. Bitte weisen Sie uns auf wackelnde Zähne hin.

Lähmungen an Armen oder Beinen durch Druck oder Zerrung durch die Lagerung auf dem Operationstisch lassen sich nicht absolut sicher ausschließen; sie bilden sich meist innerhalb weniger Monate von selbst zurück, können sehr selten auch bestehen bleiben.

Spezielle Risiken der Spinal- und Periduralanästhesie

Ein Blutdruckabfall während der Anästhesie lässt sich meist schnell beheben. Stärkere Kopfschmerzen nach Spinal-, seltener nach Periduralanästhesie, können eine erneute Behandlung (Einspritzen von Eigenblut in den Periduralraum "blood patch") erfordern. Normalerweise klingen die Kopfschmerzen nach wenigen Tagen ab. In sehr seltenen Fällen können sie aber auch Jahre andauern.

Eine vorübergehende Harnverhaltung tritt häufiger auf und kann das kurzzeitige Einlegen eines Blasenkatheter notwendig machen.

Eine direkte Verletzung des Rückenmarks ist bei der Spinalanästhesie sowie bei der lumbalen Periduralanästhesie nahezu ausgeschlossen, da es in der Regel oberhalb der Injektionsstelle endet.

Bleibende Lähmungen (im äußersten Fall Querschnittslähmung) nach Blutergüssen, Entzündungen oder Nervenverletzungen sind extrem selten. Das gleiche gilt für dauernde Verschlechterung des Hör- oder Sehvermögens, Potenzstörungen, Hirnhautentzündung (Meningitis), Hirnblutung und Ansammlung von Flüssigkeit oder Blut unter der Hirnhaut.

Werden Opioide (z.B. Morphin) gegeben, kommt es vereinzelt zu Juckreiz oder Übelkeit und selten zu Atembeschwerden.

Spezielle Risiken der Arm-Plexusanästhesie

Blutergüsse bilden sich in aller Regel von selbst zurück. Ein „Kribbeln“ des Armes beim Strecken vergeht meist innerhalb von drei Monaten. Selten sind bleibende Nervenschädigungen, extrem selten Lähmungen.

Sehr selten kommt es zur versehentlichen Injektion des lokalen Betäubungsmittels in das in der Achselhöhle verlaufende Gefäßsystem. Dies kann Herzrhythmusstörungen bis hin zum Kreislaufstillstand und zu Krampfanfällen führen.

Spezielle Risiken der intravenösen Regionalanästhesie

Sinkt der Blutdruck nach dem Öffnen der Blutdruckmanschette ab, so lässt sich das meist schnell beheben. Sehr selten kann es nach dem Öffnen der Blutdruckmanschette durch das Einströmen des Medikamente in den Körper zu Übelkeit, Herzrhythmusstörungen oder zu einem Krampfanfall kommen. Sehr selten führt die Manschette zu Durchblutungsstörungen und Nervenschäden, die sich nicht immer beheben lassen.