Narkose im OP-Zentrum Dr. med. Diether Preisegger

Anästhesie-Verfahren

Allgemeinanästhesie / Narkose

Die Narkose (umgangssprachlich auch Vollnarkose genannt) ist gekennzeichnet durch einen angenehmen schlafähnlichen Zustand während der gesamten Eingriffszeit.

Die Einleitung erfolgt durch Einspritzen von Medikamenten in eine Armvene.

Die Atemtätigkeit des Patienten wird dann über eine Maske (= Maskennarkose), über einen in die obere Luftröhre eingeführten Schlauch (= Intubationsnarkose) oder über eine Kehlkopfmaske (= Larynxmaskennarkose) aufrechterhalten.

Vor allem die Intubationsnarkose beinhaltet ein hohes Maß an Beatmungssicherheit und verhindert, dass im Falle von Erbrechen Mageninhalt in die Lunge fließt (Aspiration).

Regionalanästhesie

Die Regionalanästhesie (umgangssprachlich örtliche Betäubung) hebt das Schmerzempfinden nur an bestimmten Körperregionen zeitlich befristet auf und zwar für die Zeit während und einige Stunden nach dem Eingriff.
Das Bewusstsein bleibt erhalten.

Es besteht auch die Möglichkeit, zusätzlich ein Schmerzmittel und/oder Beruhigungsmittel zu verabreichen (Dämmerschlaf / Analgosedation).

Reichen Wirkung und/oder Dauer nicht aus oder breitet sich die Regionalanästhesie zu weit aus, wird der Übergang zur Narkose notwendig.

Die wichtigsten regionalen Anästhesieverfahren stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Spinal- und Periduralanästhesie

Die Spinal- und Periduralanästhesie eignen sich für Eingriffe der unteren Körperregion, wie z.B. Bauch, Damm, Becken und Leistengegend sowie am gesamten Bein. Bei diesen Verfahren wird das Betäubungsmittel an eine bestimmte Stelle der Wirbelsäule gespritzt. 

Bei der Spinalanästhesie erfolgt die Injektion in den mit Nervenwasser (Liquor) gefüllten Raum, bei der Periduralanästhesie in den Periduralraum.

Arm-Plexusanästhesie

Die Arm-Plexusanästhesie eignet sich für Eingriffe an der Hand und am Unterarm, wobei das Betäubungsmittel in die Achselhöhle eingespritzt wird. Dazu sucht der Arzt entweder mit Hilfe von Ultraschall oder mittels Nervenstimulation die zu betäubenden Nerven aus. Das Aufsuchen des Armplexus kann kurzzeitig ein „Elektrisieren“ hervorrufen. Die Wirkung des Betäubungsmittels setzt nach ca. 15 - 20 Minuten ein.

Intravenöse Regionalanästhesie

Die intravenöse Regionalanästhesie eignet sich für Eingriffe an Arm und Hand aber auch für Eingriffe an Fuß und Bein. Bei diesem Verfahren wird nach Anlegen einer Blutdruckmanschette der Arm bzw. das Bein mit einer Gummibinde ausgewickelt und anschließend das Betäubungsmittel in eine Vene des entsprechenden Armes / Beines eingespritzt. Nach 10 bis 15 Minuten ist der Arm / das Bein gefühllos und kann für eine bis mehrere Stunden nicht oder nur eingeschränkt bewegt werden.